
Einfamilienhäuser sind umstritten. Für die einen sind sie Landfresser, für die anderen Lebensziel. Vor allem aber ist das Eigenheim gebauter Widerstand gegen das flexible Menschsein. Man schafft sich einen Lebensmittelpunkt. Zum Beispiel: Familie Kumli. Für eine NZZ-Reportage habe ich sie besucht.
Bild: Christoph Ruckstuhl/NZZ

Gutes tun wird zum Business. Banken spielen Philanthropen, die Wissenschaft entdeckt ein neues Forschungsfeld. Eine Goodwill-Branche entsteht. – Meine Geschichte in der NZZ vom 13. April.

Die 1960er. In den Boomjahren mangelt es in der Schweiz an Fachkräften. Was tun? Jugoslawen anheuern. Denn im sozialistischen Staat herrscht Akademiker-Schwemme. Darunter den Arzt Kosta Ajdacic und den Maschinentechniker Krunoslav Katulic. – Meine Geschichte über die vergessene Mitarbeiter von Jugoslawiens Eliten am Wirtschaftswunder Schweiz. Heute in der NZZ.


Das Pendeln verleiht unserem Leben Stabilität. Damit lassen sich Familie und Beruf unter einen Hut bringen. Aber ist die Trennung von Arbeit und Wohnen zukunftsfähig? – Habe hierzu für die NZZ etwas geschrieben.
Bildquelle: NZZ/Christian Beutler

40 Prozent aller Schweizer Akademikerinnen haben keine Kinder. Sagt man. Genaue Zahlen kennt niemand. Trotzdem fordert man mehr Eliten-Kinder. Dabei kaschieren ökonomische Argumente das ideologische Gezerre. – Hierzu mein Artikel in der heutigen NZZ. Dazugestellt ein Interview (nicht online) mit der Ökonomin Sabina Littmann-Wernli. Sie sagt: die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist wichtiger als die Geburtenrate.
Den arbeitstätigen Frauen widmete sich auch The Economist in seiner aktuellen Ausgabe. Dabei erwähnen die Londoner Kollegen auch die Schweiz. Und wagen sich auf die Äste. Sie schreiben: «In Switzerland 40% of professional women are childless». Quelle? Keine.
Ergänzung 06.01.10: Der Demografie-Chef des Bundesamtes für Statistik wies mich noch auf folgende Studie von Prof. Philippe Wanner hin: «Pour les générations 1960-1964, il obtient 38.6% de femmes sans enfant pour les universitaires.» Datenbasis bildet die Volkszählung 2000. Das ändert aber nichts daran, dass die aktuellsten Zahlen zehn Jahre alt sind – wie im Artikel beschrieben.
Bildquelle: Southworth & Hawes, Unidentified Mother & Child, Daguerreotypie, ca. 1850.

In der Aussenpolitik wissen es alle besser. Staatssekretär Michael Ambühl schweigt lieber. Und punktet mit Verhandlungserfolgen. Aber kann er die Libyenkrise lösen? – Mein grosses Porträt in der heutigen «Zeit».

Das Auto hat als Sündenbock der Raumplanung ausgedient. Auch gute ÖV-Erschliessungen beflügeln die Bautätigkeit und lassen die Immobilienpreise steigen. Wie Bus und Bahn die Schweiz gestalten, kann man heute in der NZZ nachlesen.
Und hier noch der obligate Nachschlag für die Blog-Leserschaft. Während meinen Recherchen habe ich mich auch mit einem ETH-Raumplanungs-Professor unterhalten. Und ich war erstaunt, wenn nicht gar leicht geschockt. Die Raumwirkung des öffentlichen Verkehrs wird in akademischen Kreisen kaum kritisch hinterfragt.
Stattdessen argumentiert man streng legalistisch. Sprich: Erhöht sich in einer Gemeinde der Siedlungsdruck, werden Parzellen überbaut, die über Jahrzehnte frei standen, ist dies kein Problem. Schliesslich liegen die Grundstücke in den Bauzonen. Und Bauzonen sind zum Überbauen gedacht. Klingt schlüssig – für einen Raumplaner.
Nur: Vielleicht ist die Bauzone vor 40 Jahren entstanden. Vielleicht hat man sich damals nichts dabei gedacht; oder einfach einem Landbesitzer eine Gefälligkeit getan. Vielleicht hat man sich damals gar nicht vorstellen können, dass die eigene Gemeinde so gut erschlossen würde. Vielleicht – meinen wir – wäre es mal an der Zeit, dass die Raumplaner sich von ihren grafisch toll aufgemachten Modellen, Karten, Renderings lösen würden. Und sich stattdessen vermehrt der Vermittlung ihres Wissens widmen würden.

Das Dorf bin ich. Am Bündner Tourismusunternehmer Reto Gurtner kommt in Laax und Flims keiner vorbei. Doch ein Gemeindepräsident muckt auf. Nun soll er abgewählt werden. – Die ganze Geschichte ist nachzulesen in der Zeit vom letzten Donnerstag.
Bildquelle: Weisse Arena AG

Das Einfamilienhaus überwuchert die Schweiz wie ein Krebsgeschwür. Es macht unfrei. Sein Garten versklavt unschuldige Kinder. Schluss damit, meint der Architekturkritiker Benedikt Loderer. Aber: Er spricht gegen eine Wand. – Nachzulesen in der NZZ.

Architekten und Raumplaner verabscheuen das Einfamilienhaus. Seit über 50 Jahren schreiben sie dagegen an. Genützt hat es nichts. Zeit für eine neue Strategie, meint der junge Architekt Stefan Kurath. Und sticht in ein Wespennest. Nachzulesen in der NZZ.
UPDATE: Auf der Website der Architektur- und Designzeitschrift Hochparterre hat Redaktor Philipp Maurer einen Kommentar zum Kurath-Porträt veröffentlicht.