Matthias Daum

Freier Wortarbeiter

Wanderarbeiter mit Doktortitel

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Vor 30 Jahren lebten nur 200 Chinesen in der Schweiz. Heute sind es 10‘000. Die meisten Studenten und Akademiker. Das ist kein Zufall. Diese Elite ist die neue Auswanderer-Generation Chinas. Zwei dieser Wanderarbeiter mit Doktortitel habe ich für die NZZ porträtiert. (PDF)

Bild: Karin Hofer/NZZ

Grossmacht mit Grips

China Education

Chinas Forschung rückt auf. Das Land ist hinter den USA die zweitgrösste Wissenschaftsnation. Aber auf den ersten Nobelpreisträger wartet Peking weiterhin. Es mangelt an Exzellenz und Freiheit. – Hierüber habe ich für die NZZ am Sonntag einen grösseren Artikel geschrieben.

Wer sich für chinesische Wissenschaftsgeschichte interessiert, dem lege ich das Werk des grossen Joseph Needham ans Herz. Die Needham-Biografie von Simon Winchester ist zwar etwas geschwätzig, man erhält dafür eine Ahnung von Needhams schillernder Persönlichkeit. Die wichtigste Frage, die den Forscher umtrieb, behandelt das Buch aber nur am Rande. Zeitlebens fragte sich Needham: Wie konnte es sein, dass eine Wissenschaftsgrossmacht wie das alte China plötzlich derart ins Hintertreffen geriet? In seinem 27(!)-bändigen opus magnum «Science and Civilisation in China» geht er der Frage nach. Eine gute Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse bietet der Suhrkamp-Band «Wissenschaftlicher Universalismus – Über Bedeutung und Besonderheit der chinesischen Wissenschaft».

Das Bild zeigt schlafende Studenten-Eltern in der Turnhalle der Central China Normal University in Wuhan. Sie begleiteten ihre Kinder am ersten Uni-Tag.

«Die ganze Welt lernt heute Mandarin»

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Chinesische Popmusik stammt meist aus Taiwan oder Hongkong. Denn Pop-Stars waren den Kommunisten lange suspekt. Man hatte genug Helden. Doch nun entdeckt Peking die Macht der Pop-Kultur. – Dazu mein heutiger Artikel in der NZZ.

Und hier noch: Der skandalträchtige Auftritt der taiwanesischen Girlgroup S.H.E. an der Neujahrsgala 2008 des chinesischen Staatsfernsehens CCTV.

Sowieso die Frau, vor der sich Deng Xiao Ping fürchtete.

Und: Jay Chous Tee-und-Kräuter-Rap:

Tanzende Punkte, schwingende Zeilen

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Der Westen hat einen verstellten Blick auf den chinesischen Städtebau. Die Metropolen im Reich der Mitte sind mehr als eine Kopie westlicher Ideen: Das Land erfindet die Stadt neu, sagt der Soziologe Dieter Hassenpflug. Sein Blick auf die Stadtentwicklung im Reich der Mitte öffnet Augen. Auch chinesische. – Hierzu meine Reportage im heutigen Feuilleton der NZZ.

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Zusätzliche Bilder finden sich hier.

Und damit man sich ein Bild machen kann, wo die beschriebenen New Towns liegen: Unten stehend eine Google-Map. Hinweis: Die Metro-Linie lassen sich einblenden.


Der urbane Code Chinas auf einer größeren Karte anzeigen

China, Eunuchen und die Kritiker

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Die Luft war stickig, der Saal voll. Die Herren etwas müde und dennoch zum Frotzeln aufgelegt. Die chinesischen Schriftsteller Yu Hua und Mo Yan beehrten die Literaturtage in Zofingen. Obschon er Lesungen für eine seltsame Erfindung hält, diese Herren wollte er sehen, hören, erleben. Schliesslich hat er den Buchschinken «Brüder» von Yu Hua verschlungen. Und das lag nicht allein an seinem Faible für literarische Zoten, Vulgäres und Überdrehtes. Nein, auch der Finessen wegen zog es ihn in den Aargau. Mit Li Er hatte am Nachmittag ein Autor seinen Auftritt, der die feine Klinge bevorzugt.

Und was nahm er mit? Einige Bonmots. Etwa über die Geschichte:

«Geschichte ist der Schritt eines Eunuchen, es hat nichts drin. Aber wir wissen, dass der Mönch vor seiner Kastration da ‘was hatte. Ich möchte aufzeigen, was in der Hose war.» Li Er

«Geschichte ist ein hübsches Mädchen, das man zurecht macht.» Li Er

Oder über die Kritikergilde:

«Wenn Kritiker mir vorschreiben wollen, wie man Bücher schreibt, ist das wie, wenn Eunuchen einem sagen, wie man Liebe macht.» Yu Hua

Und als er Yu Hua fragte, was er meinte mit: «Was die Chinesen erleben, muss ihnen nicht die Aussenwelt erklären», kriegte er eine Antwort, die er als Aufruf zum Dialog verstand. Oder verbittet er sich jegliche Einmischung von Aussen?

«Jeder Mensch weiss selber am besten, was er erlebt hat. Was die anderen darüber denken, spielt keine Rolle. Die Veränderungen der letzten 30 Jahre haben die Chinesen erlebt. Wir kennen auch die erfolgreichen Seiten der Entwicklung. Leute aus dem Westen können das nicht auf dieselbe Weise nachvollziehen, wie wir. Wenn ich lese, wie in westlichen Medien über die Entwicklung geurteilt wird, muss ich sagen: Das ist nicht das, was wir erleben.»

Harmonisches Einseifen

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China ist erwacht. Zum 60. Jahrestag der Volksrepublik präsentiert sich das Land stolz und selbstbewusst. Debattierlust ist vorhanden. Aber argumentiert wird nach eigener Logik. Eindrücke einer Pressereise durchs Reich der Mitte.

Der chinesische Blick: Ein Reisetagebuch

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Am 1. Oktober feiert die Volksrepublik China den 60. Jahrestag ihrer Gründung. Vom 9. bis 20. September bin ich auf Einladung des chinesischen Aussenministeriums auf einer Pressereise in China. Von meinen Gesprächen mit Stadtplanern, Provinzchefs oder den Organisatoren der Weltausstellung werde ich in meinem Blog auf NZZ Online berichten. Ich freue mich auf Feedback, Kommentare, Lob und Tadel.

UPDATE:

21. September 2009,
«Chinas Wachstum ist grenzenlos»
Gespräch mit Liang Xinjun, CEO von Fosun – Chinas grösstem Privatkonzern

21. September 2009
«Redefreiheit für alle ist unsinnig»
Gespräche an der Tongji Universität in Schanghai

18. September 2009
Die Erziehung der Welt
Chinas nächstes Prestigeprojekt: Die Expo 2010 in Schanghai

19. September 2009
Das Gummifieber
Kautschukanbau zerstört Regenwald im Süden der Provinz Yunnan

18. September 2009
Der Genosse als Patron
Die Geschichte des Pharma-Unternehmers Cao Jiaju aus Kunming

14. September 2009
«Europas Zeit ist vorbei»
Zu Tisch mit dem chinesischen Regierungssprecher Qin Gang

12. September 2009
Privatsache Kommunismus
Ein Tritt ins Fettnäpfchen – oder: ein Karrierenetzwerke namens Partei

17. September 2009
Fressen statt Plaudern
Pekings Offizielle machen sich rar: Der 60. Geburtstag der Volksrepublik steht bevor

11. September 2009
Ein Mausoleum für die U-Bahn
Zu Besuch im Hirn des Pekinger ÖV

16. September 2009
Lass Dich überraschen!
Eine Einladung nach China mit vielen Unbekannten

Chinesisches Autobahnbrücken-Potpourri

Ein chinesisches Autobahnbrücken-Potpourri. Gestaltet von Charis Arnold, mit einem Text- und Fotobeitrag meiner Wenigkeit.

Apropos: Erdbeben in Sichuan – 四川大地震

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Ein halbes Jahr nach dem verheerenden Erdbeben plant man in der chinesischen Provinz Sichuan den Wiederaufbau. Die vom Beben schwer getroffene Stadt Dujiangyan soll als modellhafte Öko-City wiederauferstehen. Noch dominieren indes Schutthaufen das Stadtbild. – Meine Reportage zum Thema findet sich im heutigen Auslandteil der NZZ.

Zusätzliche Bilder aus Dujiangyan finden sich auf meinem Flickr-Account.

UPDATE 26.11.08: Hier noch ein Link zu einem interessanten Projekt von Shigeru Ban Architects, die Notunterkünfte aus Karton entwickelten.

UPDATE: Spott ist der Aufrichtigkeit Lohn! ;-)


Größere Kartenansicht

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Das erste Resultat meiner Recherche- und Urlaubsreise nach China ist im heutigen Mobil-Digital-Bund der NZZ erschienen: Der Artikel widmet sich dem öffentlichen Nahverkehr in chinesischen Grossstädten und Mega-Cities. Zusätzliches Bildmaterial (quasi eine online-only-Zugabe) gibt es auf meinem Flickr-Account zu bewundern.

UPDATE (16.11.08): Heute wurde bekannt, dass die im oben stehenden Text erwähnte, sich im Bau befindende U-Bahn in Hangzhou von einem schweren Unglück heimgesucht wurde: Mindestens 17 Menschen starben bei einem Tunnel-Einsturz.

UPDATE (18.11.08): Das chinesische Wirtschaftsmagazin «Caijing» berichtet in seiner Online-Ausgabe über krasse sicherheitstechnische Missstände beim U-Bahn-Bau in Hangzhou.

UPDATE (28.7.09): In weiteren 19 (!) Städten werden U-Bahnen geplant.

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