
Vor 30 Jahren lebten nur 200 Chinesen in der Schweiz. Heute sind es 10‘000. Die meisten Studenten und Akademiker. Das ist kein Zufall. Diese Elite ist die neue Auswanderer-Generation Chinas. Zwei dieser Wanderarbeiter mit Doktortitel habe ich für die NZZ porträtiert. (PDF)
Bild: Karin Hofer/NZZ

Der Bürgerkrieg auf Sri Lanka ist seit über einem Jahr vorbei. Doch die Ideen der Liberation Tigers of Tamil Eelam überleben. Auch in der Schweizer Diaspora. Sie träumt weiter von einem eigenen Staat. – Meine Geschichte in der heutigen NZZ.
Die Recherche in der tamilischen Diaspora war sehr aufwändig. Die Politaktivisten sind Meister im Rollenspiel. Sie sind schwer greifbar. Und ihre Aussagen teils widersprüchlich. Man erhält oft den eindrückt, die Gesprächspartner wissen selbst nicht, wo sie stehen, ein Jahr nach Kriegsende. Auch unter ihnen herrscht Orientierungslosigkeit.
Was ebenfalls erstaunt ist, wie wenig in der Schweizer Öffentlichkeit über die Tamilen diskutiert wird. Seit den achtziger Jahren, als der «Blick» eine üble Kampagne gegen die «Drogendealer» und «Sozialschmarotzer» fuhr, blieb es ruhig.
Dabei prägte ihre Ankunft im Jahr 1985 die Schweizer Innenpolitik. Die 3000 Flüchtlinge überforderten das Bundesamt für Polizeiwesen. Man schuf 1986 das Amt des Delegierten für das Flüchtlingswesen. Ernannt wurde Peter Arbenz. 1990 ging aus diesem Posten das Bundesamt für Flüchtlinge hervor. Zudem waren die Tamilen die ersten offiziellen Asylanten der Schweiz. Erst 1981, als das Asylgesetz in Kraft trat, schuf man diese Rechtskategorie.
Dass die Tigers noch nicht tot sind, zeigt auch ein Beispiel aus Kanada. Mitte August landete ein Flüchtlingsschiff aus Sri Lanka an der Küste von British Columbia. Die kanadischen Behörden vermuten, die LTTE und die kanadische Tamilen-Diaspora hätten die Überfahrt bezahlt. Die tamilische Gemeinde verneint dies. David Poopalapillai, der Sprecher des Canadian Tamil Congress, sagt: «The Tigers have gone».
Bild: Kurusamy Kuruparan aufgenommen von Adrian Baer/NZZ (Ausschnitt)

Einst war die Reise im Orient-Express ein Luxuserlebnis. Heute ist sie ein Abenteuer. Die Schienen sind verlottert, die Waggons klapprig und die Bahnarbeiter korrupt. 57 Stunden dauert die Fahrt von Istanbul nach Zürich. Es ist eine Reise an den Rändern Europas. – Nachzulesen in der NZZ.
Bild: Charis Arnold/Matthias Daum – mehr Bilder auf Flickr.

Einfamilienhäuser sind umstritten. Für die einen sind sie Landfresser, für die anderen Lebensziel. Vor allem aber ist das Eigenheim gebauter Widerstand gegen das flexible Menschsein. Man schafft sich einen Lebensmittelpunkt. Zum Beispiel: Familie Kumli. Für eine NZZ-Reportage habe ich sie besucht.
Bild: Christoph Ruckstuhl/NZZ

Die Firma Parmigiani schafft mechanische Uhren für Gutbetuchte. Aber den grössten Luxus gönnt man den Uhrmachern selbst: Genügend Zeit, um nicht gut, sondern perfekt zu arbeiten. Für das NZZcampus-Magazin war ich im Neuenburger Jura auf Recherche. (PDF). Für meine Blogleserschaft gibt es hier noch einige Zusatzinformationen, die im Print über die Klinge springen mussten.
Der Einstieg der Fondation Sandoz in die Uhrenbranche besitzt nämlich einige Brisanz. Wie Parmigiani-CEO Jean-Marc Jacot im gedruckten Text sagt, sei man nicht auf Teufel-komm-raus an Gewinn interessiert. Dies im Gegensatz zu klassischen Venture Capitalists. Im Vordergrund steht für die Stiftung die Bewahrung einer Industrietradition. Ähnlich ist man bei anderen Investments verfahren. Etwa in der Luxushotellerie. Trotzdem: ein «sugar daddy» sei die Fondation nicht, wie Jacot betont. Wie die Schweizer Wirtschaft mit solchen Investoren umgeht, die sich eine Firma wie andere einen Fussballclub halten, ist abzuwarten. Aber auch hier gilt: Wer sein Geld verbraten will, darf dies. Solange es seine eigenen Kröten sind.
Ihr Vermögen hat die Fondation Sandoz in Aktien angelegt. Man besitzt bedeutende Aktienanteilen am Pharmariesen Novartis und dem Agrar-Multi Syngenta. Schliesslich war es ein Sohn des Sandoz-Gründers, welcher die Stiftung gründete. Das Stiftungskapitals beläuft sich auf rund 5 Milliarden Franken. In Parmigiani hat man bisher weit über 100 Millionen Franken investiert.
Amüsant fand ich Jacots Ausführungen zur Werbestrategie. Man schaltet kaum Werbung. Betreibt nur ganz gezieltes Sponsoring. Und: Keine Uhr wird gratis abgegeben, auch nicht an Sportstars und Popsternchen: «Unsere Kunden müssen sich nicht mit jemandem identifizieren», sagt Jacot. Dennoch wollen die Kunden, dass Ihresgleichen wissen, was sie am Handgelenk tragen. Markenbildung für einen derart exklusiven Brand ist eine Gratwanderung.
Und auch übers Val-de-Travers gibt es Spannendes zu berichten. Das Tal wies zur Hochblüte der Uhrenindustrie die höchste Millionärsdichte der Schweiz auf. Heute gelten zwei seiner Gemeinden (Couvet und Fleurier) als «schlechteste Gemeinden der Schweiz». Dies sagt zumindest das Weltwoche-Ranking .
Bild: Anne Morgenstern/NZZcampus

Zu Hunderten suchen junge Eritreer in der Schweiz Asyl. In der hiesigen Diaspora wird diese Massenflucht kritisiert. Es schwelt ein Generationenkonflikt. – «Die Zeit» publiziert heute meinen Artikel zum Thema.
Das Bild aus dem Mai 2000 zeigt eritreische Studenten, die in den Militärdienst eingezogen werden. Einen Monat später endete der Grenzkrieg mit Äthiopien. Seither herrscht eine «No-Peace-No-War»-Situation, welcher die junge Generation zu entfliehen versucht.
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Für das Branchenporträt im NZZcampus-Magazin suche ich junge Mitarbeiter (20 bis 35 Jahre) aus der Telekommunikations-Branche. Dabei bin ich weniger an Callcenter-Mitarbeitern, als an Vertretern technischer oder kaufmännischer Berufe interessiert.
Wer also einen jungen Ingenieur, Markenfachmann oder auch einen juvenilen BAKOM-Mitarbeiter kennt, melde sich bitte bei mir – oder lasse der oder dem Betreffenden meine Koordinaten zukommen.
Bildquelle: Flickr

An der Zürcher Goldküste explodieren die Immobilienpreise. Der Mittelstand muss wegziehen, das Dorfleben verarmt. Was tun? – Mein Erstling auf den Schweiz-Seiten der deutschen Wochenzeitung «Die Zeit».
UPDATE (29.12.08): Heute greift die Regionalausgabe des Tages-Anzeigers meine «Zeit»-Geschichte auf, bzw. publiziert eine Nacherzählung derselben. Schleierhaft ist mir, was an der Schlusspointe des Tagi-Artikels «pikant» sein soll…
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Ein halbes Jahr nach dem verheerenden Erdbeben plant man in der chinesischen Provinz Sichuan den Wiederaufbau. Die vom Beben schwer getroffene Stadt Dujiangyan soll als modellhafte Öko-City wiederauferstehen. Noch dominieren indes Schutthaufen das Stadtbild. – Meine Reportage zum Thema findet sich im heutigen Auslandteil der NZZ.
Zusätzliche Bilder aus Dujiangyan finden sich auf meinem Flickr-Account.
UPDATE 26.11.08: Hier noch ein Link zu einem interessanten Projekt von Shigeru Ban Architects, die Notunterkünfte aus Karton entwickelten.
UPDATE: Spott ist der Aufrichtigkeit Lohn! ;-)
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Das erste Resultat meiner Recherche- und Urlaubsreise nach China ist im heutigen Mobil-Digital-Bund der NZZ erschienen: Der Artikel widmet sich dem öffentlichen Nahverkehr in chinesischen Grossstädten und Mega-Cities. Zusätzliches Bildmaterial (quasi eine online-only-Zugabe) gibt es auf meinem Flickr-Account zu bewundern.
UPDATE (16.11.08): Heute wurde bekannt, dass die im oben stehenden Text erwähnte, sich im Bau befindende U-Bahn in Hangzhou von einem schweren Unglück heimgesucht wurde: Mindestens 17 Menschen starben bei einem Tunnel-Einsturz.
UPDATE (18.11.08): Das chinesische Wirtschaftsmagazin «Caijing» berichtet in seiner Online-Ausgabe über krasse sicherheitstechnische Missstände beim U-Bahn-Bau in Hangzhou.
UPDATE (28.7.09): In weiteren 19 (!) Städten werden U-Bahnen geplant.