
Vor 30 Jahren lebten nur 200 Chinesen in der Schweiz. Heute sind es 10‘000. Die meisten Studenten und Akademiker. Das ist kein Zufall. Diese Elite ist die neue Auswanderer-Generation Chinas. Zwei dieser Wanderarbeiter mit Doktortitel habe ich für die NZZ porträtiert. (PDF)
Bild: Karin Hofer/NZZ

Biel ist beliebt unter Schweizer Muslimen. Zufall, sagen die Stadtoberen. Keineswegs, sagen die Statistiken. Billiges Wohnen, zahlreiche Moscheen und die Zweisprachigkeit der Stadt locken Zuwanderer. So oder so: alteingesessenen Muslime missfällt die neue Zuwanderung. Aber sie schweigen. Aus Angst und Feigheit. Ein Ortstermin. Nachzulesen in der heutigen NZZ.
Bild: Christian Beutler/NZZ

Der Bürgerkrieg auf Sri Lanka ist seit über einem Jahr vorbei. Doch die Ideen der Liberation Tigers of Tamil Eelam überleben. Auch in der Schweizer Diaspora. Sie träumt weiter von einem eigenen Staat. – Meine Geschichte in der heutigen NZZ.
Die Recherche in der tamilischen Diaspora war sehr aufwändig. Die Politaktivisten sind Meister im Rollenspiel. Sie sind schwer greifbar. Und ihre Aussagen teils widersprüchlich. Man erhält oft den eindrückt, die Gesprächspartner wissen selbst nicht, wo sie stehen, ein Jahr nach Kriegsende. Auch unter ihnen herrscht Orientierungslosigkeit.
Was ebenfalls erstaunt ist, wie wenig in der Schweizer Öffentlichkeit über die Tamilen diskutiert wird. Seit den achtziger Jahren, als der «Blick» eine üble Kampagne gegen die «Drogendealer» und «Sozialschmarotzer» fuhr, blieb es ruhig.
Dabei prägte ihre Ankunft im Jahr 1985 die Schweizer Innenpolitik. Die 3000 Flüchtlinge überforderten das Bundesamt für Polizeiwesen. Man schuf 1986 das Amt des Delegierten für das Flüchtlingswesen. Ernannt wurde Peter Arbenz. 1990 ging aus diesem Posten das Bundesamt für Flüchtlinge hervor. Zudem waren die Tamilen die ersten offiziellen Asylanten der Schweiz. Erst 1981, als das Asylgesetz in Kraft trat, schuf man diese Rechtskategorie.
Dass die Tigers noch nicht tot sind, zeigt auch ein Beispiel aus Kanada. Mitte August landete ein Flüchtlingsschiff aus Sri Lanka an der Küste von British Columbia. Die kanadischen Behörden vermuten, die LTTE und die kanadische Tamilen-Diaspora hätten die Überfahrt bezahlt. Die tamilische Gemeinde verneint dies. David Poopalapillai, der Sprecher des Canadian Tamil Congress, sagt: «The Tigers have gone».
Bild: Kurusamy Kuruparan aufgenommen von Adrian Baer/NZZ (Ausschnitt)

Einst war die Reise im Orient-Express ein Luxuserlebnis. Heute ist sie ein Abenteuer. Die Schienen sind verlottert, die Waggons klapprig und die Bahnarbeiter korrupt. 57 Stunden dauert die Fahrt von Istanbul nach Zürich. Es ist eine Reise an den Rändern Europas. – Nachzulesen in der NZZ.
Bild: Charis Arnold/Matthias Daum – mehr Bilder auf Flickr.

Homophobie ist in der Schweiz nicht mehr salonfähig. Trotzdem verstecken viele junge Einwanderer ihre sexuelle Neigung. Sie fürchten die Reaktion ihrer konservativen Landsleute. Die Geschichte des jungen Serben Zdravko sowie ein Interview mit Pink-Cross-Geschäftsführer Uwe Splittdorf in der heutigen NZZ.
Weshalb Rapper Eminem am 16. Open Air Frauenfeld kein «Grossartiger Motherfucker!» war. Sondern eine Enttäuschung. Meine böse Konzertkritik in der NZZ.
Die Säulenheiligen von Semantik sind die frühen Gangster-Rapper Ice-T oder N.W.A. Sie begründeten das Genre Ende der achtziger Jahre. Immer schwang bei ihnen Sozialkritik mit. Dieses Quentchen Message will auch der Zürcher Rapper bewahren. – Mein kleines Porträt in der NZZ.

Die muslimische Gülen-Bewegung propagiert: «Baut Schulen statt Moscheen.» Auch in der Schweiz entstehen erste Privatschulen. Denn eine höhere Bildung erleichtert die Integration. Sagt sie. – Meine Geschichte in der heutigen NZZ. Inklusive einem Interview mit der amerikanischen Gülen-Forscherin Helen Rose Ebaugh, Autorin von «The Gülen Movement: A Sociological Analysis of a Civic Movement Rooted in Moderate Islam».
Zum Bild, das auch in der NZZ erschien. Es zeigt die Klasse eines Gülen-Gymnasiums in Berlin. Die Zürcher Gülen-Schule ist eine Sekundarschule und keine Schülerin trägt ein Kopftuch.

Einfamilienhäuser sind umstritten. Für die einen sind sie Landfresser, für die anderen Lebensziel. Vor allem aber ist das Eigenheim gebauter Widerstand gegen das flexible Menschsein. Man schafft sich einen Lebensmittelpunkt. Zum Beispiel: Familie Kumli. Für eine NZZ-Reportage habe ich sie besucht.
Bild: Christoph Ruckstuhl/NZZ

Welthunger, Umweltbewusstsein, Klimawandel: Die Landwirt- schaft steht vor riesigen Heraus- forderungen. Eine Lösung lautet « Precision Farming». Dann führe der Bauer in Zukunft mit dem Navigationsgerät aufs Feld. – Dazu mein Artikel im NZZ-Wissenschaftsteil.
Bild: Adrian Baer/NZZ