
Die Welt ist eine Datenbank, in der wir alle Suchende und Gesuchte sind, sagt Technikhistoriker David Gugerli von der ETH Zürich. Die Konsequenzen dieser tabellarischen Ordnung werden jedoch erfolgreich verdrängt. Mein Interview mit Gugerli findet sich in der heutigen NZZ.
Das Bild zeigt Eduard Zimmermann, dessen Sendung «Aktenzeichen XY … ungelöst» Gugerli in seinem Buch als eine von vier Suchmaschinen avant la lettre beschreibt.
Was im Blatt nicht mehr Platz fand, ist ein kurzer Exkurs zu den Problemen der Geschichtswissenschaft mit der Software-Historie:
«Es ist ein Grundproblem der Technikgeschichte, dass man sich mit technisch nicht mehr gültigen Lösungen zu beschäftigen hat. Erschwerend kommt bei der Software-Geschichte hinzu: Programmcode zu lesen ist etwas extrem Schwieriges. Zudem kann man die Software vielfach nicht mehr in Betrieb anschauen, weil die entsprechenden Rechnern nicht mehr funktionieren».
Übrigens: Dass Gugerli eine grosse Affinität zur Technik hat, zeigt nur schon der Blick auf sein Pult. Statt Bücherstapel oder einer angejahrten Hermes Baby prangen dort zwei (!) grosse Flachbildschirme.


