Wyclef Jean, Popstar aus Haiti, will Präsident seines Landes werden. Das Gesetz spricht dagegen, doch das Volk trägt ihn auf Händen. – Ein kleines Personenstück für die NZZ am Sonntag.
Freier Wortarbeiter
Wyclef Jean, Popstar aus Haiti, will Präsident seines Landes werden. Das Gesetz spricht dagegen, doch das Volk trägt ihn auf Händen. – Ein kleines Personenstück für die NZZ am Sonntag.
Chinas Forschung rückt auf. Das Land ist hinter den USA die zweitgrösste Wissenschaftsnation. Aber auf den ersten Nobelpreisträger wartet Peking weiterhin. Es mangelt an Exzellenz und Freiheit. – Hierüber habe ich für die NZZ am Sonntag einen grösseren Artikel geschrieben.
Wer sich für chinesische Wissenschaftsgeschichte interessiert, dem lege ich das Werk des grossen Joseph Needham ans Herz. Die Needham-Biografie von Simon Winchester ist zwar etwas geschwätzig, man erhält dafür eine Ahnung von Needhams schillernder Persönlichkeit. Die wichtigste Frage, die den Forscher umtrieb, behandelt das Buch aber nur am Rande. Zeitlebens fragte sich Needham: Wie konnte es sein, dass eine Wissenschaftsgrossmacht wie das alte China plötzlich derart ins Hintertreffen geriet? In seinem 27(!)-bändigen opus magnum «Science and Civilisation in China» geht er der Frage nach. Eine gute Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse bietet der Suhrkamp-Band «Wissenschaftlicher Universalismus – Über Bedeutung und Besonderheit der chinesischen Wissenschaft».
Das Bild zeigt schlafende Studenten-Eltern in der Turnhalle der Central China Normal University in Wuhan. Sie begleiteten ihre Kinder am ersten Uni-Tag.
Damit eine Stadt im globalen Standortwettbewerb besteht, muss sie in Kultur investieren, so das Mantra der Stadtentwickler von Barcelona bis Zürich. Falsch, zeigt eine neue Studie. – Hierzu mein Artikel in der NZZ am Sonntag vom 18. April 2010.
Die Studienautoren widerlegen den Ökonomen Richard Florida und seine extrem populären Theorie von der Creative Class. Sie belegen: Weder sind Kreative mobiler, noch locken «weiche Faktoren» sie in fremde Städte. Will heissen: Kultur macht zwar viel Arbeit. Aber im Wettbewerb um die hellen Köpfe nützt sie kaum.
Als polemisches web-only Schmankerl noch dies: Wer sich von jemandem beraten lässt, der so wohnt, der hat nix besseres verdient, als einen Heissluft-Wanderprediger.
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