In der Aussenpolitik wissen es alle besser. Staatssekretär Michael Ambühl schweigt lieber. Und punktet mit Verhandlungserfolgen. Aber kann er die Libyenkrise lösen? – Mein grosses Porträt in der heutigen «Zeit».
Freier Wortarbeiter
In der Aussenpolitik wissen es alle besser. Staatssekretär Michael Ambühl schweigt lieber. Und punktet mit Verhandlungserfolgen. Aber kann er die Libyenkrise lösen? – Mein grosses Porträt in der heutigen «Zeit».

Nespresso bietet Kaffee-Luxus für jedermann. Aber 2012 laufen wichtige Patente aus. Nun will man mit Nachhaltigkeit punkten. Zum Ärger von Fairtrade-Experten. – Die ganze Geschichte findet sich in der heutigen «Zeit».
PS: Mit George Clooney darf Nespresso nur ausserhalb der USA werben. Wieso, weiss man bei Nespresso nicht: das sei so üblich bei amerikanischen Prominenten. Wir vermuten: der schöne George will in seinem Heimatmarkt sein Image als Liberaler nicht beflecken.
«Wenn wir das Mammut in Stücke schneiden, untersuchen wir Mäuse.» dem ETH-Professor Didier Sornette geht es um Ganze. Ums System. Und das ist komplex. Also braucht es mehrdimensionale Lösungen. Etwa, um zu beweisen: Finanzblasen entstehen keineswegs aus dem Nichts. Er sagt: Krisen sind keine «Schwarzen Schwäne», sondern «Drachenkönige». Deshalb startete er sein Finanz-Blasen-Experiment. Das Montagsporträt in der heutigen NZZ (PDF).
Bildquelle: NZZ/Matthias Wäckerlin

Mich plagen Gewissensbisse. Soll man als Gast-Autor Höflichkeit walten lassen? Ertragen die Gitarren-Helden von 78s die Wahrheit? Denn die lautet: Die Nullerjahre gehörten dem Hip Hop. Dazu tanzte die Welt. Nicht zu Indie-Emo-Core-Post-Blabla-Heulsusen-Rock. Beweise gefällig? Voilà! 10 Stück.
Wir werden immer älter und immer fetter, behaupten Fachleute. Sie warnen: Beides können wir uns nicht leisten. Der Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit wird vom Schicht- zum Generationenkonflikt. Aber sollen dicke Kinder für gesunde Alte schlanken? – Dazu mein Artikel in der heutigen NZZ. Zudem habe ich mit dem Soziologen Friedrich Schrob, Autor des Buches «Dick, doof und arm. Die große Lüge vom Übergewicht und wer von ihr profitiert» ein Interview zum Thema geführt. Er sagt: «Es gibt ein Recht, dick zu sein.»
Das Auto hat als Sündenbock der Raumplanung ausgedient. Auch gute ÖV-Erschliessungen beflügeln die Bautätigkeit und lassen die Immobilienpreise steigen. Wie Bus und Bahn die Schweiz gestalten, kann man heute in der NZZ nachlesen.
Und hier noch der obligate Nachschlag für die Blog-Leserschaft. Während meinen Recherchen habe ich mich auch mit einem ETH-Raumplanungs-Professor unterhalten. Und ich war erstaunt, wenn nicht gar leicht geschockt. Die Raumwirkung des öffentlichen Verkehrs wird in akademischen Kreisen kaum kritisch hinterfragt.
Stattdessen argumentiert man streng legalistisch. Sprich: Erhöht sich in einer Gemeinde der Siedlungsdruck, werden Parzellen überbaut, die über Jahrzehnte frei standen, ist dies kein Problem. Schliesslich liegen die Grundstücke in den Bauzonen. Und Bauzonen sind zum Überbauen gedacht. Klingt schlüssig – für einen Raumplaner.
Nur: Vielleicht ist die Bauzone vor 40 Jahren entstanden. Vielleicht hat man sich damals nichts dabei gedacht; oder einfach einem Landbesitzer eine Gefälligkeit getan. Vielleicht hat man sich damals gar nicht vorstellen können, dass die eigene Gemeinde so gut erschlossen würde. Vielleicht – meinen wir – wäre es mal an der Zeit, dass die Raumplaner sich von ihren grafisch toll aufgemachten Modellen, Karten, Renderings lösen würden. Und sich stattdessen vermehrt der Vermittlung ihres Wissens widmen würden.
Die Firma Parmigiani schafft mechanische Uhren für Gutbetuchte. Aber den grössten Luxus gönnt man den Uhrmachern selbst: Genügend Zeit, um nicht gut, sondern perfekt zu arbeiten. Für das NZZcampus-Magazin war ich im Neuenburger Jura auf Recherche. (PDF). Für meine Blogleserschaft gibt es hier noch einige Zusatzinformationen, die im Print über die Klinge springen mussten.
Der Einstieg der Fondation Sandoz in die Uhrenbranche besitzt nämlich einige Brisanz. Wie Parmigiani-CEO Jean-Marc Jacot im gedruckten Text sagt, sei man nicht auf Teufel-komm-raus an Gewinn interessiert. Dies im Gegensatz zu klassischen Venture Capitalists. Im Vordergrund steht für die Stiftung die Bewahrung einer Industrietradition. Ähnlich ist man bei anderen Investments verfahren. Etwa in der Luxushotellerie. Trotzdem: ein «sugar daddy» sei die Fondation nicht, wie Jacot betont. Wie die Schweizer Wirtschaft mit solchen Investoren umgeht, die sich eine Firma wie andere einen Fussballclub halten, ist abzuwarten. Aber auch hier gilt: Wer sein Geld verbraten will, darf dies. Solange es seine eigenen Kröten sind.
Ihr Vermögen hat die Fondation Sandoz in Aktien angelegt. Man besitzt bedeutende Aktienanteilen am Pharmariesen Novartis und dem Agrar-Multi Syngenta. Schliesslich war es ein Sohn des Sandoz-Gründers, welcher die Stiftung gründete. Das Stiftungskapitals beläuft sich auf rund 5 Milliarden Franken. In Parmigiani hat man bisher weit über 100 Millionen Franken investiert.
Amüsant fand ich Jacots Ausführungen zur Werbestrategie. Man schaltet kaum Werbung. Betreibt nur ganz gezieltes Sponsoring. Und: Keine Uhr wird gratis abgegeben, auch nicht an Sportstars und Popsternchen: «Unsere Kunden müssen sich nicht mit jemandem identifizieren», sagt Jacot. Dennoch wollen die Kunden, dass Ihresgleichen wissen, was sie am Handgelenk tragen. Markenbildung für einen derart exklusiven Brand ist eine Gratwanderung.
Und auch übers Val-de-Travers gibt es Spannendes zu berichten. Das Tal wies zur Hochblüte der Uhrenindustrie die höchste Millionärsdichte der Schweiz auf. Heute gelten zwei seiner Gemeinden (Couvet und Fleurier) als «schlechteste Gemeinden der Schweiz». Dies sagt zumindest das Weltwoche-Ranking .
Bild: Anne Morgenstern/NZZcampus
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