Matthias Daum

Freier Wortarbeiter

Frau Doktor Kinderlos


40 Prozent aller Schweizer Akademikerinnen haben keine Kinder. Sagt man. Genaue Zahlen kennt niemand. Trotzdem fordert man mehr Eliten-Kinder. Dabei kaschieren ökonomische Argumente das ideologische Gezerre. – Hierzu mein Artikel in der heutigen NZZ. Dazugestellt ein Interview (nicht online) mit der Ökonomin Sabina Littmann-Wernli. Sie sagt: die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist wichtiger als die Geburtenrate.

Den arbeitstätigen Frauen widmete sich auch The Economist in seiner aktuellen Ausgabe. Dabei erwähnen die Londoner Kollegen auch die Schweiz. Und wagen sich auf die Äste. Sie schreiben: «In Switzerland 40% of professional women are childless». Quelle? Keine.

Ergänzung 06.01.10: Der Demografie-Chef des Bundesamtes für Statistik wies mich noch auf folgende Studie von Prof. Philippe Wanner hin: «Pour les générations 1960-1964, il obtient 38.6% de femmes sans enfant pour les universitaires.» Datenbasis bildet die Volkszählung 2000. Das ändert aber nichts daran, dass die aktuellsten Zahlen zehn Jahre alt sind – wie im Artikel beschrieben.

Bildquelle: Southworth & Hawes, Unidentified Mother & Child, Daguerreotypie, ca. 1850.

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