
Die muslimische Gülen-Bewegung propagiert: «Baut Schulen statt Moscheen.» Auch in der Schweiz entstehen erste Privatschulen. Denn eine höhere Bildung erleichtert die Integration. Sagt sie. – Meine Geschichte in der heutigen NZZ. Inklusive einem Interview mit der amerikanischen Gülen-Forscherin Helen Rose Ebaugh, Autorin von «The Gülen Movement: A Sociological Analysis of a Civic Movement Rooted in Moderate Islam».
Zum Bild, das auch in der NZZ erschien. Es zeigt die Klasse eines Gülen-Gymnasiums in Berlin. Die Zürcher Gülen-Schule ist eine Sekundarschule und keine Schülerin trägt ein Kopftuch.

Einfamilienhäuser sind umstritten. Für die einen sind sie Landfresser, für die anderen Lebensziel. Vor allem aber ist das Eigenheim gebauter Widerstand gegen das flexible Menschsein. Man schafft sich einen Lebensmittelpunkt. Zum Beispiel: Familie Kumli. Für eine NZZ-Reportage habe ich sie besucht.
Bild: Christoph Ruckstuhl/NZZ

Welthunger, Umweltbewusstsein, Klimawandel: Die Landwirt- schaft steht vor riesigen Heraus- forderungen. Eine Lösung lautet « Precision Farming». Dann führe der Bauer in Zukunft mit dem Navigationsgerät aufs Feld. – Dazu mein Artikel im NZZ-Wissenschaftsteil.
Bild: Adrian Baer/NZZ

Chinas Forschung rückt auf. Das Land ist hinter den USA die zweitgrösste Wissenschaftsnation. Aber auf den ersten Nobelpreisträger wartet Peking weiterhin. Es mangelt an Exzellenz und Freiheit. – Hierüber habe ich für die NZZ am Sonntag einen grösseren Artikel geschrieben.
Wer sich für chinesische Wissenschaftsgeschichte interessiert, dem lege ich das Werk des grossen Joseph Needham ans Herz. Die Needham-Biografie von Simon Winchester ist zwar etwas geschwätzig, man erhält dafür eine Ahnung von Needhams schillernder Persönlichkeit. Die wichtigste Frage, die den Forscher umtrieb, behandelt das Buch aber nur am Rande. Zeitlebens fragte sich Needham: Wie konnte es sein, dass eine Wissenschaftsgrossmacht wie das alte China plötzlich derart ins Hintertreffen geriet? In seinem 27(!)-bändigen opus magnum «Science and Civilisation in China» geht er der Frage nach. Eine gute Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse bietet der Suhrkamp-Band «Wissenschaftlicher Universalismus – Über Bedeutung und Besonderheit der chinesischen Wissenschaft».
Das Bild zeigt schlafende Studenten-Eltern in der Turnhalle der Central China Normal University in Wuhan. Sie begleiteten ihre Kinder am ersten Uni-Tag.
Rappende Frauen sind immer noch Exoten. Auch in der Schweiz. Nun präsentiert die 23-jährige Bernerin Steff la Cheffe ihren Erstling «Bittersüessi Pille». Ein Versprechen.

Stiftungen, Unternehmen und Private engagieren sich an Schweizer Hochschulen. Diese beteuern, dass die Freiheit von Lehre und Forschung nicht gefährdet sei. Doch auch an der Uni gilt: Wer zahlt, befiehlt. – Mein Artikel in der heutigen NZZ.
Zum Bild: Der Name des Römers Gaius Maecenas (70–8 v. Chr.) wurde zur Bezeichnung für wohlhabende Förderer von Kunst und Wissenschaft. Hier in einem Gemälde von Giovanni Battista Tiepolo (am linken Bildrand).
03.05.2010, 07:38 Uhr
von Matthias Daum
abgelegt unter NZZ Folio
Mit einem Smartphone wie dem iPhone kann man viel mehr als bloss telefonieren – zum Beispiel Flöte spielen, Berggipfel bestimmen und Bier trinken. – Für das NZZ Folio habe ich ungewöhnliche Geschichten hinter diesen Apps gesammelt.

Gutes tun wird zum Business. Banken spielen Philanthropen, die Wissenschaft entdeckt ein neues Forschungsfeld. Eine Goodwill-Branche entsteht. – Meine Geschichte in der NZZ vom 13. April.
«Es Dach über em Chopf» reicht heute nicht mehr. Häuser von heute müssen viel mehr sein. Mitunter energiesparend. Wie die Raumzelle SELF der EMPA; die wenige Tage vor der Artikelpublikation in Flammen aufging.
Oder der sanierte Altbau. Eine Spezialität des Zürcher Architekten Karl Viridén.
Das Problem dabei: Energieeffizienz kostet. Günstige Wohnungen sind sowieso Mangelware. «Für die Wunschwohnung fehlt meistens das Geld», sagt Margrit Hugentobler, Leiterin des ETH-Wohnforums. – Die drei Artikel erschienen in den letzten Wochen in der Immobilien- und einer Energie-Beilage der NZZ.

Damit eine Stadt im globalen Standortwettbewerb besteht, muss sie in Kultur investieren, so das Mantra der Stadtentwickler von Barcelona bis Zürich. Falsch, zeigt eine neue Studie. – Hierzu mein Artikel in der NZZ am Sonntag vom 18. April 2010.
Die Studienautoren widerlegen den Ökonomen Richard Florida und seine extrem populären Theorie von der Creative Class. Sie belegen: Weder sind Kreative mobiler, noch locken «weiche Faktoren» sie in fremde Städte. Will heissen: Kultur macht zwar viel Arbeit. Aber im Wettbewerb um die hellen Köpfe nützt sie kaum.
Als polemisches web-only Schmankerl noch dies: Wer sich von jemandem beraten lässt, der so wohnt, der hat nix besseres verdient, als einen Heissluft-Wanderprediger.