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Notizbuch

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26. September 2013

Die Agglo ist längst nicht mehr nur ein Schimpfwort

«Zeit Schweiz»-Redaktor Matthias Daum und «NZZ»-Redaktor Paul Schneeberger haben ein Buch über die Agglomeration geschrieben. Es soll auch eine Ehrenrettung sein.

Buchbesprechung und Porträt aus der Limattaler Zeitung.

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26. September 2013

Daheim – Eine Reise durch die Agglomeration

Seit beinahe sechzig Jahren beklagen Experten die Art und Weise wie sich die Schweiz entwickelt. Ihr Feindbild ist die Agglomeration – das Wuchern der Städte ins grüne Umland.

Das Leben in den Wohnblocks, den Einfamilienhäusern, den Reihenhaussiedlung fern von städtischen Zentren gilt als moralisch verwerflich. War der Kampf gegen die Zersiedelung zunächst eine Sache von Linken und Umweltschützern, ist er in den letzten Jahren zum Mainstream in Politik und Medien geworden. Doch was haben die Politiker, die Planer, die Journalisten, die Wissenschaftler mit ihrem Hass gegen die Agglomeration erreicht? Nichts! Von St. Margrethen bis Genf, von Basel bis Chiasso ergiesst sich ein einziger Siedlungsteppich. Es ist deshalb dringend notwendig, einen anderen Blick auf die Agglomeration zu werfen – einen fragenden.

In einem dunkelblauen Volvo 940 Polar fuhren wir, zwei Journalisten, im letzten Jahr durch die Schweiz. Wir suchten nach einer Antwort auf die Frage: Wie wurde dieses Land eine einzige Agglomeration?

Fündig wurden wir an der alten Hauptstrasse von Zürich nach Koblenz. Wir sprachen mit jenen Menschen, welche das Land tatsächlich prägen: Der Familie im Einfamilienhaus, dem Lokalpolitiker, dem Immobilieninvestor, dem Sekundarlehrer oder dem ehemaligen Regierungsrat.

Enstanden ist das Reportagebuch »Daheim – Eine Reise durch die Agglomeration«, das im Herbst 2013 im Verlag NZZ Libro erscheint. Es ist 208 Seiten dick (Format 16,5 x 23 cm) und enthält zahlreiche farbige Abbildungen. Der Fotograf Christian Beutler hat für uns in der Agglomeration fotografiert. Und die Grafikerin Charis Arnold gestaltete und illustrierte das Buch. Ab sofort kann das Buch bei NZZ Libro gekauft werden.

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20. Juni 2012

Zeigt die Verträge!

Am 26. April 2012 schrieb ich in der ZEIT folgende Petitesse:

Nein, es ist kein Skandal, wenn eine Großbank zu ihrem 150. Geburtstag der größten Schweizer Uni 100 Millionen Franken schenkt. Spannen Wirt- schaft und Wissenschaft zusammen, kann Großes entstehen. Aber es ist ein Skandal, wenn die De- tails solcher Deals von Staat und Privaten der Öffentlichkeit vorenthalten werden; immerhin sind 90 Prozent des Uni-Budgets Steuergelder. So bleibt unklar, an welche Bedingungen die UBS ihre Spende für ein neues Ökonomieinstitut knüpfte. Ebenso, wie die Hochschule verhindern will, dass die Bank Einfluss auf Forschung und Lehre nimmt. Die akademische Freiheit sei gewährleis- tet, wiederholen die Verantwortlichen mantraartig. Aber wo und wie ist sie verbrieft? Wer kontrolliert den Institutsleiter Ernst Fehr, der den Deal selbst einfädelte? Und was passiert mit dem Institut, wenn die 100 Millionen aufgebraucht sind? Muss dann die Uni selbst einspringen und dafür andernorts sparen? Nein, liebe NZZ am Sonntag, diese Fragen stellen sich nicht nur »linke Dauerbesorgte mit blühenden Verschwörungstheorien«. Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Antworten. Also: Zeigt die Verträge!

Daraufhin liess ich den Worten Taten folgen und bat die Uni Zürich um Einsicht in den Sponsoringvertrag mit der UBS – das selbe tat auch Kollege Marcel Hänggi. Beide erhielten wir einen abschlägigen Entscheid. Zudem stellte uns die Uni erst auf Nachfrage eine sogenannte »rechtsmittelfähige Verfügung« zu. Am 5. Juni wurde diese schliesslich verfasst und erreichte mich einige Tage später.

Und weil Hänggi den selben Brief wie ich erhielt, zitiere ich hier nun aus seinem Blog-Eintrag:

»Gemäß dem kantonalen Gesetz über Information und Datenschutz könne eine Information verweigert werden, wenn “überwiegende öffentliche oder private Interessen” tangiert seien. Beides sei der Fall: “Seitens der UZH besteht ein erheblicher Bedarf an der Akquirierung von Drittmitteln. Durch die Veröffentlichung von Verträgen wie denjenigen der UBS mit der UZH entsteht ein beträchtliches Risiko, dass zukünftige Sponsoren von einem Engagement zu Gunsten der UZH abgehalten werden. Die UBS ihrerseits hat ein berechtigtes privates Interesse an der Geheimhaltung, da der Vertrag Elemente enthält, die Geschäftsgeheimnisse der UBS betreffen.” Die Forschungs- und Lehrfreiheit der UZH sei aber “explizit und vollumfänglich gewahrt.”«

Das war mir aber nicht genug. Also reichte ich ein Rechtsbegehren bei der Rekurskommission der Zürcher Hochschulen ein.

Hier meine Begründung:

»Das öffentliche Interesse zu wissen, wie genau die Zusammenarbeit zwischen der Grossbank und der vom Universität ausgestaltet ist, überwiegt das private Interesse der UBS an der Geheimhaltung des Vertrags. Zumal angezweifelt werden muss, dass – wie von der Universität Zürich behauptet – der Vertrag Elemente enthält, die Geschäftsgeheimnisse der UBS betreffen.
Weiter überwiegt das Interesse der Öffentlichkeit, welche als Steuerzahler die Universität bekanntlich finanziert, das von ebendieser ins Feld geführte Argument, eine Veröffentlichung der Verträge würde zukünftige Sponsoren vergraulen.
Die Behauptung von UBS und Universität, dass durch die Zusammenarbeit die akademische Freiheit in keiner Weise tangiert werde, kann nur durch Einsicht in die Verträge verifiziert werden.«

Also, schaun’ mer mal.

Wobei ich mir kaum Hoffnungen mache, schliesslich wurde auch eine Interpellation von SP-Kantonsrat Moritz Spillmann zum selben Thema vom Regierungsrat abschlägig beantwortet.

Update

Am 14. August erhielt ich Post von der Rekurskommission der Zürcher Hochschulen. Die Uni Zürich und die UBS hatten auf meinen Rekurs vom 20. Juni reagiert: das Akteneinsichtsgesuch sei vollständig abzulehnen und die Verfahrenskosten seien den Rekurrenten aufzuerlegen. Weil Kollege Marcel Hänggi das selbe Antwortschreiben erhielt – der Name des anderen Rekurrenten war im Text jeweils feinsäuberlich mit Tipp-Ex abgedeckt –, hier der Link auf seine Kurzzusammenfassung.

Einen ersten kleinen Erfolg konnte wir verbuchen: die Vertragspassagen, welche die Wahrung der akademischen Unabhängigkeit betreffen sind nun öffentlich einsehbar. Und zwar hier.

Spannendes Detail: im Brief des Stiftungsratspräsidents der UBS Foundation of Economics in Society – Alt-Bundesrat, Ex-UBS-VRP Kaspar Villiger – steht folgender Satz: »…dass wir die Universität Zürich in diesem Umfang {Offenlegung der Bestimmungen des Vertrags, welche die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre garantiert; Anm. Daum} von der zwischen den Parteien vereinbarten Geheimhaltungspflicht {Ziffer 13; Anm. Daum} unter dem Vertrag gegenüber dem UBS Foundation of Economics in Society entbinden.«

 

 

 

 

Bild: Uni Zürich + UBS, Montage Daum

Foto
23. Oktober 2011

Sprawl rocks! – TEDxZurich Talk

Anfangs Oktober sprach ich an der TEDxZurich-Konferenz über mein Lieblingsthema: die Agglo. Und darum ging es:

For nearly sixty years, Swiss intellectuals, urban planners and architects have been ranting and raving about the way the country’s landscape is developing. But each society gets the landscape it deserves. So why has Switzerland been landed with urban sprawl? Because that is the way we want to live: commuting gives stability to our complicated lives. Thus, instead of arguing against the supposedly immoral form of the suburban lifestyle, we should try to make it sustainable. Sprawl is our future – whether we like it or not.

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09. Juli 2011

Jacques Statler and Marcel Waldorf

Heute im Tages-Anzeiger gelesen: das grosse Interview mit Jacques Herzog und Marcel Meili. Die zwei Stararchitekten wettern wieder einmal über den Zustand der Schweiz. Vieles kann man unterschreiben, ja, man möchte einstimmen in die Suada gegen die Zersiedelung und dem Verdichtungs-Geschwätz, dem keine Taten folgen.

(Zwischenruf: wer sich die sommerliche, tägliche Tagi-Lektüre sparen will, dem sei diese Artikelsammlung ans Herz gelegt. Alle Themen bereits abgehandelt, einiges davon aus meiner Feder.)

Zurück zur Interviewlektüre. Da beschleicht einem das Gefühl: Die zwei Herren machen es sich zu einfach.

Beispiele gefällig? Et voilà!

Marcel Meili: Der Begriff «Verdichtung» ist inzwischen selber zu einer Leerformel verkommen. Heute ist jeder SVP-Gemeindepräsident für «Verdichtung», vorausgesetzt, sie findet nicht vor seiner Haustüre statt. Das geplante Zürcher Fussballstadion ist auch daran gescheitert, dass es verschiedene Anwohner als Skandal empfanden, dass sie nach dem Bau den Uetliberg nicht mehr gesehen hätten. Wirkliche Verdichtung würde eine Stadtvorstellung bedingen, die Enge und Wucht oft aufregender findet als Luft und Weite. Man würde dann vielleicht Wohnungen, die gegen Norden in einen lichtbestrahlten Hang schauen, schöner finden als Südwohnungen. Und es gäbe Leute, die selbst Schatten von mehr als zwei Stunden auf Wohnungen nicht als Verbrechen betrachten, die auch nicht reflexartig jedes Grünzeug mehr lieben werden als den Stein der Strasse.

Klar hat Meili recht. Geschenkt, dass er das jüngste und absurdeste Zürcher Beispiel, das vorderhand verhinderte Altersheim Trotte, nicht erwähnt, sondern nur sein Stadionprojekt. Aber wieso sich darüber ärgern, dass die Schweizer Städter Luft und Weite aufregender finden als Enge und Wucht? Soll man die Leute umerziehen? Wieso nicht  Zeit, Arbeit, Energie auf Projekte an Orten verwenden, wo die Schweiz des 21. Jahrhunderts tatsächlich gestaltet wird? Widmet euch der Agglo, nicht den Kernstädten. (Mehr dazu in der aktuellen ZEIT Schweiz; am Kiosk erhältlich.)

Beispiel zwei:

Herzog: Wir sind weder für mehr Staat noch für mehr Zentralismus und weniger Demokratie. Es ist unsere Aufgabe, die urbanistische und landschaftliche Entwicklung der Schweiz zu beobachten, zu kommentieren und Vorschläge vorzubringen. Wenn wir sagen, es ist Zeit für eine neue Radikalität, ist das nicht der Aufruf zu einem Staatsstreich, sondern der Aufruf, das Hirn einzuschalten. Wir sollten nicht die ewig gleichen ideologischen Parteiparolen runterbeten. Die Schweiz ist zwar nicht revolutionär, aber zumindest pragmatisch. Dieser Pragmatismus reicht nun offensichtlich nicht aus, um die anstehenden Probleme von Besiedlung/Urbanität/Landschaft über die Grenzen von Gemeinden, Kantonen und des ganzen Landes anzugehen. Das wäre aber nötig, um die Schönheit des Lebensraums Schweiz zu erhalten.

Dass wir es nicht vergessen: seit mehreren Jahrzehnten (!!!) wettern Experten gegen die Schweizer Raumplanung. Und was ist das Resultat? Ein Siedlungsbrei. Vielleicht wäre es an der Zeit, die Flughöhe der Debatte zu ändern. Denn in der Schweiz kann nur etwas bewirken, wer unten ansetzt: in den Gemeinden. Wer sich aber grundsätzlich nur als Beobachter, Kommentator und Ideengeber versteht, der scheut die Verantwortung. Der will zwar feinsinnige Gedanken spinnen, grosse Würfe in die Welt setzten – aber sich nicht ins mühsame Kleinklein der Politik begeben. Dort aber müssten Figuren wie Meili und Herzog hin.

So aber erinnern sie an die zwei Alten aus der Muppet-Show. Die finden das Gebotene mies, gucken aber doch immer zu und stänkern von der Tribüne:

– Waldorf: Just when you think this show is terrible something wonderful happens.
– Statler: What?
– Waldorf: It ends.

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20. Juni 2011

Kick it like…

Nächsten Sonntag startet die Frauenfussball-WM in Deutschland. Grund genug, um etwas im eigenen Archiv zu wühlen, und siehe da: anno 2002 schrieb ich zusammen mit Christian Schinzel eine Seminararbeit zum Thema. «Heldinnen in Stollenschuhen» vergleicht den Frauenfussball in der Schweiz und den USA nach 1970. Wer mag, kann hier (PDF) nachlesen, wieso sich die Europäer mit Fussball spielenden Frauen so schwer taten und immer noch tun und warum sich im Gegensatz Amerikanerinnen und Amerikaner für Frauenfussball begeistern können – es hat auch etwas mit der Förderung des amerikanischen Frauensports von Gesetzenswegen zu tun.

Damals interessierte sich auch das Bulletin der Credit Suisse für das Thema und bat mich zum Interview.

Bild: Die Amerikanerin Mia Hamm, erster weiblicher Fussballstar, im Zweikampf bei einem Länderspiel gegen Norwegen.

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30. Mai 2011

Singapur, zum Zweiten

In der aktuellen Ausgabe der Zeit schreibe ich über prominente Ökonomen, welche die Schweiz zum Stadtstaat à la Singapur machen wollen. Eine schlechte Idee, wie ich finde. Auch, weil sich Singapur – oder das ebenfalls häufig zitierte Hongkong – kaum mit der Schweiz vergleichen lassen.

Jüngstes Beispiel war letzten Samstag in der NZZ (print only) zu lesen. «Der britische Journalist und Autor Alan Shadrake muss in Singapur eine sechswöchige Haftstrafe absitzen. Es wird ihm vorgeworfen, mit seinem Buch über die Todesstrafe Singapurs Justiz “skandalisiert” zu haben», schreibt Südostasien-Korrespondent Marco Kauffmann. Der in Malaysia wohnhafte Buchautor war im Juli 2010 verhaftet worden, als er in Singapur sein Werk («Once a Jolly Hangman: Singapore Justice in the Dock») vermarkten wollte. Die Behörden stellen sich auf den Standpunkt, Shadrake habe auf verleumderische Weise Fakten, Halbwahrheiten und Lügen vermischt und dadurch die Justiz skandalisiert. Nach Angaben von Amnesty International sind auf der Tropeninsel seit 1991 mindestens 420 Personen gehängt worden. Treffen diese Zahlen zu, würden in Singapur – relativ zur Bevölkerungszahl – so viele Delinquenten exekutiert wie nirgendwo auf der Welt. Online mehr dazu bei der BBC oder dem Guardian.

Wahrlich ein schlechtes Vorbild, dieser Stadtstaat.

Bild: Alan Shadrake, AFP
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22. Februar 2011

Das grosse Blabla

Als Journalist schreibe ich regelmässig über Dinge, die ich nur von aussen kenne. Seien das Zuger, Hochhäuser oder junge Tamilinnen. Zurzeit recherchiere ich eine Geschichte über die Schweizer Armee. Auch sie kenne ich nicht von innen. Nein, Dienst geleistet habe ich nie. Oder genau einen halben Rekrutierungstag, bis der Aushebungsoffizier seinen «UC»-Stempel in mein Dienstbüchlein drückte.

Das hält mich aber nicht davon ab, auch dort mit journalistischer Sorgfalt vorzugehen. Sprich: recherchieren, meine Thesen an der Realität, den Daten und Statistiken testen – und sie gegebenenfalls auch zu revidieren. Doch für viele meiner Journalisten-Kollegen und zahlreiche Politiker scheinen Armeefragen ein Jekami (oder besser ein Jeder-kann-schreiben-was-er-will) zu sein. Da wird behauptet, dass sich die Balken biegen, Thesen als Wahrheiten verkauft – und um die Fakten kümmert sich kaum jemand.

Und ich dachte immer, das grosse Blabla sei dem Popmusik-Journalismus vorbehalten…

Die Geschichte erscheint Mitte März in der ZEIT.

07. Januar 2011

Sponsored by… 

 

Stiftungen, Unternehmen und Private engagieren sich an Schweizer Hochschulen. Sie beteuern, dass die Freiheit von Lehre und Forschung nicht gefährdet sei. Doch auch an der Uni gilt: Wer zahlt, befiehlt. – Dies schrieb ich im letzten Mai in einem NZZ-Artikel. Nun bin ich für eine NZZ Folio-Ausgabe zum Thema «Sponsoring» an einer ähnlichen Geschichte.

Aber diesmal will ich es wissen: wie viele Lehrstühle/Institute an den Schweizer Hochschulen sind (ganz oder teilweise) von Privaten bezahlt?

Zusammen mit Christian Heuss, der eine «Kontext»-Sendung auf DRS 2 zum selben Thema plant, bin ich deshalb daran, Daten über gesponserte Lehrstühle und Institute an Schweizer Hochschulen zusammenzutragen.

Folgende Punkte interessieren uns:

1. Name des Lehrstuhls
2. Name des Lehrstuhlinhabers
3. Gründung des Lehrstuhls
4. Eintrittsalter des Lehrstuhlinhabers
5. Name des Instituts
6. Website des Lehrstuhls
7. Sponsor
8. Art der Finanzierung
9. Dauer der Finanzierung
10. Höhe des Sponsoringbeitrags
11. Anschlussfinanzierung
12. Vertragliche Regelung der Partnerschaft Sponsor/Universität
13. Sind Verträge öffentlich einsehbar?
14. Von wem ging Initiative für Zusammenarbeit aus? Sponsor oder Uni?

Weil zurzeit alle von Crowd- und Data-Journalism reden, lancieren wir  hiermit ein Experiment. Auf diesem Google-Sheet-Formular kann jedermann die Lehrstühle/Institute und ihre Sponsoren eintragen. Sobald der Datensatz etwas angewachsen ist, stellen wir den direkten Link für die Tabelle online.

Also, bitte weiterleiten! Und ja, wir sitzen 1. nicht faul rum, sondern recherchieren selbstverständlich ebenfalls, und 2. kontrollieren wir die eingetragenen Angaben.

Bild: Rolex Learning Centre, © EPF Lausanne.

UPDATE 16.1.2011: Die Datensammlung erfolgt zusammen mit DRS 2. Und die URL des Google-Sheet-Formulars wurde geändert.

UPDATE 28.1.2011: Wir haben das Google Sheet vom Netz genommen, weil die Datenlage zu dünn ist. Die meisten Universitäten lieferten lediglich Richtwerte. 

 

30. November 2010

Adieu Schweiz: Auswanderer gesucht.

Über ihre Einwanderer spricht die Schweiz gerne. Mal fragt man, wie können wir gutverdienende Fremde anlocken? Dann wieder, wie werden wir kriminelle Ausländer los?

Über die Auswanderer aus der Schweiz, darüber schweigt man. Und führt nur rudimentär Buch, in der Auslandschweizer-Statistik des EDA (pdf).

Dabei verlassen jährlich mehrere zehntausend Personen  die Schweiz. Die einen vorübergehend, die anderen für immer. Aber über ihre Motive weiss man kaum etwas. Das möchte ich ändern. Mit einem Artikel in der ZEIT, Erscheinungsdatum noch im Dezember.

Dafür suche ich auswanderungswillige Schweizerinnern und Schweizer. Also, bitte melden. Entweder unter mail@matthiasdaum.ch oder +41 79 361 53 10

Besonders interessiert bin ich an selbstständig erwerbenden Personen aus dem Mittelstand, die sich im Ausland besser Karriere- oder Verdienstchancen erhoffen. Also jene Leute, deren Abhauen man erst gar nicht bemerkt – bis man sie vermisst. Ebenso interessieren mich Pensionären, die Ihren Lebensabend in südlichen Gefilden verbringen möchten. 

In der Zwischenzeit habe ich drei spannende Gesprächspartner gefunden. Der Artikel erscheint in der Schweizer Ausgabe der ZEIT vom 30. Dezember.